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Wärmeschutznachweis nach DIN 4108 und Energieeinsparverordnung (EnEV 2014)

Beim Neubau eines beheizten Gebäudes sowie bei Modernisierungsmaßnahmen an bestehenden Gebäuden muss die Energiebilanz gemäß der aktuellen Energiesparverordnung nachgewiesen werden.

Betroffen sind

  • Gebäude mit normalen Innentemperaturen (Gebäude mit vorgesehenen Innentemperatur von 19 °C und jährlicher Heizperiode von über drei Monaten; Gebäude, die komplett oder überwiegend einer Wohhnutzung unterliegen)
  • Gebäude mit niedrigen Innentemperaturen (Gebäude mit vorgesehener Innentemperatur von mehr als 12 °C und weniger als 19 °C und jährlicher Heizperiode von über vier Monate); einbezogen werden die Heiz-, Raumluft- und Warmwasserbereitungsanlagen

 

Keine Nachweispflicht besteht für

  • Denkmalgeschützte Gebäude mit Befreiung durch die jeweilige Genehmigungsbehörde
  • Betriebsgebäude, die überwiegend der Tierhaltung dienen
  • Großflächige Gebäude, die offen gehalten werden müssen
  • Gewächshäuser
  • unterirdische Bauwerke

 

Zulässige Grenzwerte für den Jahresprimärenergiebedarf und den Transmissionswärmeverlust

Für Wohngebäude wird der Nachweis nach DIN 4108 geführt. Nachzuweisen sind die zulässigen Grenzwerte für den Jahresprimärenergiebedarf (Qp) und den Transmissionswärmeverlust (Ht).Wird bei einer Altbausanierung die Substanz zu mehr als 10% verändert, besteht die Nachweispflicht uneingeschränkt. Dabei können entweder die Grenzwerte für die Gesamteinheit oder über einzelne Bauteile nachgewiesen werden. Im Falle von Neubauten sind sowohl der EnEV 2014, als auch das Erneuerbare Energiengesetz nachtzuweisen. Der Mindestanteil der Erneuerbaren Energien ist derweil 10%.Nichtwohngebäude werde nach der DIN V 18599 nachgewiesen. Dabei werden die beheizten Gebäudeflächen nach Nutzungseigenschaften und Typen gruppiert und anschließend realitätsangeglichen berechnet.